Aktuelle Publikationen

Initiatives of Regional Integration in Asia in Comparative Perspective Concepts, Contents and Prospects

Edited by Anja Zorob and Howard Loewen
This volume offers to compare and explain variances of regionalism in Asia by disclosing the distinctive features of regional arrangements and how they evolved during the 1990s and 2000s against the background of a changing global environment. Moreover, it takes up a genuinely ‘inter-Asian’ perspective. By analysing and comparing diverse manifestations of regional integration agreements across Asia and its different sub-regions, it sets out to track their common characteristics and sub-regional facets with respect to their establishment, design and consequences. In addition, political processes accompanying their negotiation and implementation are scrutinized. The analysis encompasses nine case studies written by renowned scholars who together as a group combine an extraordinary mixture of different disciplinary backgrounds as well as expertise on shapes and processes of regional integration in different parts of Asia. The case studies seize on some of the most important features and controversial issues characterizing the second regionalism. Such are the emergence and impact of overlapping FTAs, regional financial and sub-regional economic integration and cooperation, power and the politics of regional integration as well as the nexus between conflict resolution, state failure and regional integration.

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Advancing Economic and Social Rights in the EuroMed Region.
Analysing the Economic and Financial Relations between the European Union and the South Mediterranean Countries


Anja Zorob
Report edited by Marc Schade-Poulsen and Marta Simplici, Copenhagen: EuroMed Rights.

This report aims to answer primarily two questions. First, did the developments before and during the Arab Spring or Arabellions, which started in Tunisia at the end of 2010, lead to any conceptual change in the EU’s policy towards its neighbours in the Southern Mediterranean or South Mediterranean Countries (SMCs)? Second, did they generate a stronger re-focussing in the scholarly debate among primarily economists in addition to social scientists and legal scholars on issues exploring the social impact of free trade and economic cooperation with the EU and how they affect social and economic rights of SMCs’ citizens? The economic and social rights (ESRs) looked at in the report cover the right to an adequate standard of living, the right to health and education, as well as workers’ rights to just and favourable working conditions. The definition of these rights is based on the International Covenant on Economic, Social and Cultural Rights (ICESCR), adopted by the United Nations General Assembly in 1966. Beyond the focus on ESRs and the social impact of trade liberalisation, the report explores recent developments in the contractual frameworks of SMC citizens’ migration to and working conditions in EU member countries as well as the latter’s evaluation in scientific literature.

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"Braudel in Algier. Die kolonialen Wurzeln der 'Méditerranée' und der 'spatial turn'"


Manuel Borutta
Historische Zeitschrift, Band 303, Heft 1 (August 2016) 1-38.

Auf der Basis neuer Quellen zeigt der Aufsatz, dass Fernand Braudels „La Méditerranée et le monde méditerranéen à l'époque de Philippe II“ (1949/21966) ein Produkt kolonialer und postkolonialer Verflechtungen zwischen Frankreich und Algerien war. Zugleich wird dieser Klassiker der Geschichtsschreibung in der Debatte um den „spatial turn“ verortet. Zunächst werden die kolonialen Entstehungsbedingungen des Werks beleuchtet: Zwischen 1923 und 1932 arbeitete Braudel als Gymnasiallehrer in Algerien, wo sich seine Vision vom Mittelmeer herausbildete. Im Rückgriff auf die „Schule von Algier“ reproduzierte Braudel in „La Méditerranée“ koloniale Denkfiguren der Zwischenkriegszeit. Gleichzeitig kritisierte er darin implizit den europäischen Kolonialismus, weshalb „La Méditerranée“ zuletzt sogar als antikoloniales Werk gelesen und mit postkolonialen Theorien in Verbindung gebracht worden ist. Allerdings klammerte Braudel ausgerechnet Französisch-Algerien aus seiner Kolonialismuskritik aus. Auch nach der Dekolonisation warb er wiederholt um Verständnis für die französische Algerienpolitik. Erkläret wird diese ambivalente Haltung mit Braudels privaten Verbindungen: Ein Jahr nach seinem Aufenthalt in Nordafrika heiratete er Paule Pradel, eine Tochter europäischer Siedler aus dem algerischen Departement Oran. Ihrer Familie war Braudel eng verbunden. Auch mit seinen ehemaligen Kollegen und Schülern aus Constantine und Algier blieb er bis an sein Lebensende in Kontakt. Wie diesen pieds-noirs erschien Französisch-Algerien Braudel als ein verlorenes Paradies. Die „Méditerranée“ ist daher nicht nur ein wissenschaftliches Werk, sondern auch ein Dokument nostalgischer Erinnerung an ein untergegangenes Imperium.

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Internationale Sanktionen gegen Syrien – was haben sie bewirkt?


Anja Zorob
Politik und Zeitgeschichte, Jg. 66, Heft 8 (22. Februar 2016) 14-22.

Seit 2011 tobt in Syrien ein Bürgerkrieg mit inzwischen weit über 250000 Opfern. Mehr als die Hälfte der syrischen Bevölkerung befindet sich auf der Flucht. Viele andere harren aus in teils unvorstellbarer Not, unter Belagerung und alltäglichen Angriffen des Regimes, seiner Verbündeten oder mit ihm verfeindeten oppositionellen Milizen. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union waren im Frühjahr 2011 die ersten aus den Reihen der „internationalen Gemeinschaft“, die Sanktionen gegen das syrische Regime verhängten. Zum übergeordneten Ziel der Maßnahmen erklärten die Sanktionsgeber, die Gewalt des syrischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung zu stoppen und diejenigen zu bestrafen, die dafür verantwortlich sind. Da der syrische Bürgerkrieg jetzt in sein fünftes Jahr geht und es keine Anzeichen dafür gibt, dass die brutale Gewalt des Regimes gegen die Bevölkerung in irgendeiner Weise abnimmt, stellen sich folgende Fragen: Welche Sanktionen wurden ergriffen? Welche negativen Nebenwirkungen verursachten diese Maßnahmen möglicherweise? Können Sanktionen überhaupt ein probates Mittel sein, ein Regime wie das syrische unter Druck zu setzen?

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Aktuelle Publikationen der "Reihe Mittelmeerstudien"

Die folgenden Titel sind in der "Reihe Mittelmeerstudien" neu erschienen und können ab sofort über den Verlag (Ferdinand Schöningh Verlag und Wilhelm Fink Verlag) bezogen werden. Eine Bestellmöglichkeit und weitere Informationen finden Sie auf der Detailseite zum jeweiligen Band.


Konstruktionen mediterraner Insularitäten


Reinhard von Bendemann, Annette Gerstenberg, Nikolas Jaspert, Sebastian Kolditz (Hg.)

Das Konzept der Insularität kann wichtige Impulse für interdisziplinäre Forschungen zum Mittelmeerraum geben, weil es die spezifische »insulare« Dimension der Archipele und Inseln des »Mare Magnum« ins Zentrum der Betrachtung rückt. Der Begriff »Insularität« stammt eigentlich aus der Renaissance, blieb aber bis zu seiner Wiederentdeckung in der modernen Forschung weitgehend ungenutzt. Das mit ihm umschriebene wissenschaftliche Konzept ist eng verbunden mit der Frage nach spezifischen biologischen, ökonomischen, politischen, militärischen, kulturellen und religiösen Phänomenen auf Inseln, die gerade aus der Tatsache resultieren, dass Inseln komplett von Wasser umgeben und in ihren Ressourcen begrenzt sind. Bei näherer Betrachtung bedingen diese naturgegebenen Kriterien jedoch eine Vielfalt spezifischer Wege gerade im Mittelmeerraum, Insularität in Texten und Bildern zu konstruieren. Diesen unterschiedlichen Modi der Konstruktionen mediterraner Insularitäten widmet sich der vorliegende Band, dessen zehn Beiträge ein breites disziplinäres und chronologischen Spektrum abdecken: Es reicht von der alten und mittelalterlichen Geschichte über die Theologie und die Literaturwissenschaft bis zur Migrationsforschung, der Soziologie und der vergleichenden, systematischen Inselforschung (der Nissologie).

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New Horizons: Mediterranean Research in the 21st Century


Mihran Dabag, Dieter Haller, Nikolas Jaspert, Achim Lichtenberger (Hg.)

Die Mittelmeerstudien sind in Deutschland ein junges Fach. New Horizons stellt aktuelle und innovative Zugänge zur Mediterranistik vor und gibt transdisziplinäre Impulse für eine systematische Erforschung des Mittelmeerraums.
International führende Spezialistinnen und Spezialisten der Mittelmeerstudien geben in diesem Band Einblick in ihre aktuellen Forschungen. Die Aufsätze decken vor allem methodische Fragen der Mittelmeerforschung ab und entwerfen aus ihren jeweiligen Fallstudien heraus übergreifende mediterranistische Zugänge. Die Beiträge gehen auf eine 2013 veranstaltete Vortragsreihe am Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum zurück.

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Handbuch der Mediterranistik


Mihran Dabag, Dieter Haller, Nikolas Jaspert, Achim Lichtenberger (Hg.)

Während in anderen Ländern ein systematischer Zugang zum Mittelmeer als Region institutionell und in der Wissenschaftstradition schon lange ausgebildet war, fehlte dies bislang im deutschsprachigen Raum. Das »Handbuch der Mediterranistik« leistet einen Beitrag zur Etablierung des Forschungsgebiets, indem unterschiedliche Disziplinen ihren jeweiligen Zugang zur systematischen Erschließung des Raumes vorstellen.

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Das Mittelmeer und der Tod: Mediterrane Mobilität und Sepulkrakultur


Alexander Berner, Jan-Marc Henke, Achim Lichtenberger, Bärbel Morstadt, Anne Riedel (Hg.)

Das Mittelmeer ist ein Raum der Mobilität, aber auch des Todes. Das Meer birgt Gefahren und bringt Menschen zueinander, aber auch auseinander.
Das Mittelmeer ermöglicht eine hohe Mobilität von Menschen, ihren Gütern und Ideen. Diese Kontaktmöglichkeiten fordern die Beteiligten stets zur Hinterfragung von Herkunft, Heimat und Fremde heraus. Insbesondere im Umgang mit dem Tod und den Toten lassen sich Aushandlungsprozesse sozialer Konventionen ebenso wie die jeweiligen Jenseitsvorstellungen fassen. Denn aus dem Tod in der Fremde ergaben sich Herausforderungen für die Bestattung. In dem Band werden verschiedene Aspekte aufgegriffen, die mediterrane Sepulkralkultur von der Antike über das Mittelalter bis zur Gegenwart transdisziplinär beleuchten.

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