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Kooperationen

Kooperationsprojekte

Trieste, Ville d'Empire(s), XVième à XIXème Siècles

Wie Hamburg, mit dem es von Chronisten oft verglichen wurde, war Triest ein Ort der Macht, der seinen Handlungsspielraum mithilfe des Heiligen Römischen Reiches entwickelte. Gleichzeitig war die Stadt eine Kontaktzone, die den Austausch von militärischem und kommerziellem Wissen ermöglichte.
Das Projekt zielt darauf ab, die Geschichte der Stadt jenseits der großen Erzählung des Freihafens (1719) wiederzugeben, die maßgeblich von "Gruppen", der Matrix nationaler Geschichten und Konflikte des 19. und 20. Jahrhunderts, beherrscht wurde. Die PFR wird etablierte Forscher und Doktoranden zusammenbringen, die auf verschiedene historische Bereiche spezialisiert sind (Geschichte des Heiligen Römischen Reiches und Deutschlands, der Habsburgermonarchie, des Mittelmeerraums, Wirtschaftsgeschichte, Geschichte der jüdischen Welt) und/oder in anderen relevanten Fachdisziplinen tätig sind (Politikwissenschaft, Kommunikation, Stadtplanung usw.).



Modernes Mittelmeer: Dynamiken einer Weltregion 1800 │ 2000

Konflikte, Kriege und Krisen haben den Mittelmeerraum ins Zentrum der Aufmerksamkeit von Politik und Wissenschaft, Kunst und Medien gerückt. Obwohl viele dieser aktuellen Probleme im 19. und 20. Jahrhundert wurzeln, spielt das Mittelmeerparadigma in der Neuesten Geschichte nahezu keine Rolle. Die neuhistorische Mittelmeerforschung ist vielmehr in lokale, nationale und regionale Studien fragmentiert, die nur Teile der Region abdecken und sich wenig austauschen. Ein von der DFG gefördertes wissenschaftliches Netzwerk verknüpft diese getrennten Forschungszweige personell, thematisch und institutionell miteinander, um eine integrierte Sichtweise auf den modernen Mittelmeerraum zu ermöglichen. Im Fokus stehen die Dynamiken und Transformationen der Region zwischen 1800 und 2000. Anstatt den Mittelmeerraum als naturgegeben vorauszusetzen, wird untersucht, wie sich dieser Raum in der Moderne neu konstituierte. Wider mediterranistische Mythen mediterraner Einheit, Kontinuität und Einzigartigkeit wird die Region als eine Kontaktzone Afrikas, Asiens und Europas gefasst, die mit anderen Weltregionen verflochten war und mit diesen vergleichbar ist. Auf diese Weise soll mediterrane Geschichte nicht nur als innovatives Forschungsfeld der Neuesten Geschichte sichtbar gemacht, sondern auch als eigenständiger Ansatz profiliert werden, der europäische und nichteuropäische Perspektiven auf fruchtbare Weise verbindet und so zu einem vertieften Verständnis der gegenwärtigen Probleme der Region beitragen kann.

Projektleitung: Prof. Dr. Manuel Borutta
Webseite: DFG Modern Mediterranean



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